Roger Willemsen
Roger Willemsen wurde am 15. August 1955 in Bonn geboren. Er besuchte das Gymnasium in Bonn-Duisburg. Nach dem Abitur im Jahr 1976 studierte er Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in München, Florenz, Bonn und Wien. Er promovierte 1984 mit seiner wissenschaftlichen Arbeit Die Literaturtheorie von Robert Musil. Danach arbeitete er als Übersetzer, Moderator, freier Schriftsteller und Korrespondent für Zeitungen. 1995 erhielt Willemsen eine Gastprofessur für Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum. Roger Willemsen war im kulturellen Bereich tätig. Er arbeitete für das ZDF und den Westdeutschen als auch Norddeutschen Rundfunk. Zwischen den Jahren 2000 und 2002 moderierte er im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg das Bühnengespräch. Er war Moderator in dem Literaturclub des Schweizer Fernsehens, bei dem Kölner Literaturfestival, dem Mannheimer Literaturfest und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Roger Willemsen schrieb Artikel für Die Zeit, das Zeit-Magazin, die Zeitschrift Konkret und die Zeitung Die Woche. Im Jahr 2010 wurde er Honorarprofessor an der Humboldt-Universität in Berlin. Außerdem war er schriftstellerisch tätig und schrieb mehrere Bücher. Er erhielt den Adolf Grimme Preis in Gold, den Bayerischen Fernsehpreis und das Goldene Kabel. Er engagierte sich bei Amnesty International, CARE International, Attac, Terre des Femmes, der UN-Flüchtlingshilfe, dem Afghanischen Frauenverein e.V. und dem Kinderhospiz Bethel. Roger Willemsen starb am 7. Februar 2016 in Wentorf bei Hamburg.