Berühmte Menschen, immer noch aktuell, kommen selbst zu Wort

Martin Luther King

Martin Luther King wurde am 15. Januar 1929 in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia geboren. Die Vornamen Martin Luther erhielt er, weil sein Vater, ein Baptistenpastor, diesen Kirchenreformator verehrte. Die Rassentrennung in den Südstaaten machte King schon als Kind das Leben schwer und so wurde ihm bewusst, dass Gerechtigkeit kein leeres Wort bleiben durfte. Martin Luther King fiel das Lernen leicht und er übersprang zwei Schuljahre an der High School, in die er mit dreizehn Jahren kam. Nach der Schulzeit studierte er Soziologie und anschließend Theologie und erhielt im Jahr 1955 den Doktortitel in Theologie an der Universität in Boston. Schon während seiner Studentenzeit hatte sich Martin Luther King für die soziale und politische Gleichberechtigung der afroamerikanischen Bevölkerung eingesetzt und er führte diesen Einsatz auch neben seiner Tätigkeit als Pfarrer weiter. So wurde er unter anderem im Dezember 1955 Koordinator des Boykotts der öffentlichen Busse in Montgomery, nachdem die Bürgerrechtlerin Rosa Parks verhaftet worden war, weil sie sich geweigert hatte, ihren Sitzplatz einem Weißen zu überlassen. Der Boykott war erfolgreich, ein Jahr später erklärte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Rassentrennung in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt Montgomery für verfassungswidrig. Der gewaltlose Widerstand hatte einen Sieg davongetragen und die Bürgerrechtsbewegung gewann mehr und mehr Anhänger. Das von Joan Baez gesungene Protestlied We Shall Overcome, dem ein Gospel zugrunde liegt, machte die Bewegung auch international bekannt, was allerdings nicht dazu verhalf, dass Martin Luther King weiterhin von Zeit zu Zeit verhaftet wurde und in einer Gefängniszelle ausharren musste. Am 28. August 1963 fand der Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit statt, an dem etwa 250.000 Menschen teilnahmen, um gegen Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe, der Religion, des Geschlechtes oder der nationalen Herkunft zu demonstrieren. Martin Luther King hielt hierbei vor dem Lincoln Memorial seine Rede I Have a Dream. Am 11. Dezember 1964 wurde Martin Luther King in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ende März 1968 kam King nach Memphis, im Bundesstaat Tennessee, um sich dort für eine gerechte Bezahlung der afroamerikanischen Arbeiter einzusetzen. Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King in dieser Stadt auf dem Balkon des Lorraine Motels durch Gewehrschüsse ermordet.