{"id":2767,"date":"2024-02-11T15:15:40","date_gmt":"2024-02-11T14:15:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/?p=2767"},"modified":"2024-11-18T17:02:59","modified_gmt":"2024-11-18T16:02:59","slug":"interview-joseph-roth-die-legende-vom-heiligen-trinker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/?p=2767","title":{"rendered":"Interview: Joseph Roth &#8211; Die Legende vom heiligen Trinker"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Rhin_bandeau.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Rhin_bandeau.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"100\" class=\"alignnone size-full wp-image-2742\" srcset=\"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Rhin_bandeau.png 800w, https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Rhin_bandeau-300x38.png 300w, https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Rhin_bandeau-768x96.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Guten Tag, Herr Joseph Roth. Sie sind ein \u00f6sterreichischer Schriftsteller und Journalist. Sie arbeiteten in den zwanziger Jahren als Journalist bei verschiedenen deutschen Zeitungen. Nach der nationalsozialistischen Macht\u00fcbernahme im Jahr 1933 waren Sie als Jude in Deutschland Ihres Lebens nicht mehr sicher und gingen ins Exil nach Frankreich. Wir werden in unserem Gespr\u00e4ch \u00fcber Ihre Novelle <i>Die Legende vom heiligen Trinker<\/i> sprechen. Sie selbst sind seit langem vom Alkohol abh\u00e4ngig und wohnen in einem bauf\u00e4lligen Hotel in Paris. Die Hauptperson in Ihrer Novelle, die Andreas hei\u00dft, ist obdachlos. Doch lebt Andreas ebenfalls in Paris. K\u00f6nnen Sie hierzu etwas sagen?<\/h3>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Josef Roth:<\/span> Es war bereits Abend, und unter den Br\u00fccken, an den Ufern des Flusses, dunkelte es st\u00e4rker als oben, auf dem Kai und auf den Br\u00fccken. Der obdachlose und sichtlich verwahrloste Mann schwankte ein wenig. Es war inzwischen unten finster geworden, indes oben, auf den Br\u00fccken und an den Kais, sich die silbernen Laternen entz\u00fcndeten, um die fr\u00f6hliche Nacht von Paris zu verk\u00fcnden.<\/h3>\n<p>Josef Roth, <i>Die Legende vom heiligen Trinker<\/i>, in: <i>Gesammelte Erz\u00e4hlungen<\/i>, Ideenbr\u00fccke, 2016, Kindle, Amazon, S.150<\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Andreas hat ein Erlebnis, das ihn sehr nachdenklich macht. Ein gut gekleideter Mann schenkt ihm n\u00e4mlich 200 Francs und gibt zu verstehen, ein Christ geworden zu sein. Andreas sagt, dass er ein ehrbarer Mann ist und das Geld zur\u00fcckzahlen m\u00f6chte. Daraufhin antwortet ihm der Fremde,  es der heiligen Therese in der Kapelle Ste Marie des Batignolles zu spenden. Andreas kommt sich nun wie verwandelt vor. In einem b\u00fcrgerlichen Lokal trinkt er einen Kaffee mit Ruhm und macht die Bekanntschaft eines Manns, der ihn  zwei Tage f\u00fcr den Umzug seiner Familie anstellt und ihm im voraus 100 Francs gibt. Was tut Andreas daraufhin?<\/h3>\n<h3><span style=\" color:#3366ff;\">Joseph Roth:<\/span> Nun, da er Geld besa\u00df und noch die Aussicht hatte, mehr zu verdienen, beschloss er, sich ebenfalls eine Brieftasche anzuschaffen. Zu diesem Zweck begab er sich auf die Suche nach einem Lederwaren-Laden. In dem ersten stand eine junge Verk\u00e4uferin. Sie erschien ihm sehr h\u00fcbsch. Das M\u00e4dchen warf einen fl\u00fcchtigen Blick auf seine schlechte Kleidung. Um \u00fcberfl\u00fcssige Fragen zu ersparen, stieg sie sofort eine Leiter hinauf und holte eine Schachtel aus der h\u00f6chsten Etagere. Dort lagerten n\u00e4mlich die Brieftaschen, die Kunden zur\u00fcckgebracht hatten, um sie gegen andere einzutauschen. Hierbei sah Andreas, dass dieses M\u00e4dchen sehr sch\u00f6ne Beine hatte, und er erinnerte sich jener halbvergessenen Zeiten, in denen er selbst solche Waden gestreichelt, solche F\u00fc\u00dfe gek\u00fcsst hatte. Er w\u00e4hlte eine Brieftasche, ohne sie n\u00e4her anzusehen. Ohne Sinn erschien ihm pl\u00f6tzlich die Brieftasche. Hingegen besch\u00e4ftigte er sich mit der Leiter, mit den Beinen, mit den F\u00fc\u00dfen des M\u00e4dchens. Deshalb ging er in die Richtung des Montmartre, jene St\u00e4tten zu suchen, an denen er fr\u00fcher Lust genossen hatte. In einem steilen und engen G\u00e4sschen fand er auch die Taverne mit den M\u00e4dchen. Er setzte sich mit mehreren an einen Tisch, bezahlte eine Runde und w\u00e4hlte eines von den M\u00e4dchen. Am n\u00e4chsten Morgen ging er zu der Arbeit. Andreas arbeitete den ganzen Tag. Als er fertig war, sagte die Frau des Hauses zu ihm: \u201eKommen Sie morgen p\u00fcnktlich, um sieben Uhr fr\u00fch.\u201d So kam er am n\u00e4chsten Morgen, fr\u00fcher noch als die M\u00f6belpacker. Nun machte sich Andreas an die Arbeit. Und er begleitete noch die Frau in das neue Haus, in das sie \u00fcbersiedelten, und wartete, bis der freundliche, dicke Mann kam, und der bezahlte ihm den  versprochenen Lohn.\u201d<\/h3>\n<p><i>Ibid<\/i>, S.152, 153<\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Andreas will nun einen Teil seiner Schulden der heiligen Therese zur\u00fcckzahlen. Doch kommt er zu sp\u00e4t zu der Messe und bis die n\u00e4chste beginnt, hat er noch eine Stunde Zeit, weshalb er in ein Bistro einkehrt. Dort trinkt er mehrere Pernods. Als er die Kneipe verl\u00e4sst und die Kapelle erblickt, wird ihm sein Versprechen wieder bewusst. Doch was geschieht?<\/h3>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Joseph Roth:<\/span> \u201eAndreas!\u201d &#8211; rief eine Stimme, eine Frauenstimme. Sie kam aus versch\u00fctteten Zeiten. Es war Karoline. \u201eKomm, wir wollen uns aussprechen\u201d, sagte sie. \u201eAber,aber\u201d, erwiderte er, ich bin verabredet. Mit der kleinen Therese.\u201d \u201eSie hat nichts zu bedeuten\u201d &#8211; sagte Karoline. In diesem Augenblick fuhr ein Taxi vorbei, und Karoline hielt es mit ihrem Regenschirm auf. Ehe sich es noch Andreas versehen hatte, sa\u00df er drinnen im Wagen neben Karoline. Jetzt kamen sie in eine Gegend au\u00dferhalb der Stadt; lichtgr\u00fcn, vorfr\u00fchlingsgr\u00fcn war die Landschaft, in der sie hielten. Und sie gingen ins Restaurant. Wie er den letzten Schluck Wein aus seinem Glas getrunken hatte, \u00fcberfiel ihn aufs neue jener pl\u00f6tzliche Schrecken, den er vor langen Jahren, w\u00e4hrend der Zeit seines Zusammenlebens mit Karoline, so oft gef\u00fchlt hatte. Und er wollte ihr wieder einmal entfliehen.\u201d<\/h3>\n<p><i>Ibid.<\/i>, S.153, 154<\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Aber Andreas schafft es nicht, sondern gibt viel Geld f\u00fcr einen Kinobesuch aus. Anschlie\u00dfend trinkt er in einem Tanzlokal  allein mehrere Pernods, w\u00e4hrend Karoline mit anderen M\u00e4nnern tanzt. Als es ihm zu viel wird, zieht er Karoline von ihrem T\u00e4nzer weg, zahlt und die beiden gehen zu ihr nach Hause. Was geschieht am n\u00e4chsten Morgen?<\/h3>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Joseph Roth:<\/span> Er beschloss, sofort aufzustehen, ohne Karoline zu wecken, und ebenso zuf\u00e4llig, oder besser gesagt, schicksalshaft wegzugehen, so wie sie beide, Karoline und er, gestern zusammengekommen waren.<\/h3>\n<p><i>Ibid.<\/i>, S.155<\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Andreas, der nun kaum noch Geld hat, sagt sich, dass es mit den ihm widerfahrenen Wundern vorbei ist, verbringt seine Zeit in Kneipen und schl\u00e4ft unter einer Seinebr\u00fccke ein. Dort hat er einen Traum.<\/h3>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Joseph Roth:<\/span> In jener Nacht n\u00e4mlich tr\u00e4umte ihm, dass die kleine Therese in der Gestalt eines blondgelockten M\u00e4dchens zu ihm k\u00e4me und ihm sagte: \u201eWarum bist du letzten Sonntag nicht bei mir gewesen?\u201d<\/h3>\n<p><i>Ibid.<\/i>, S.156 <\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Dieser Traum gibt ihm wieder Mut und noch dazu findet er in der vor einigen Tagen gekauften Brieftasche einen tausend Francs Schein, den er sogleich wechselt. Was tut er daraufhin?<\/h3>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Joseph Roth:<\/span> Hierauf blieb Andreas ein wenig an der Theke stehen und trank drei Gl\u00e4ser Wei\u00dfwein; gewisserma\u00dfen aus Dankbarkeit gegen\u00fcber dem Schicksal.<\/h3>\n<p><i>Ibid.<\/i>, S.157<\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Und in der Tat kann er froh \u00fcber dieses sein, denn ein fr\u00fcherer Schulfreund, der ein bekannter Fu\u00dfballer geworden ist, bezahlt ihm neue Kleidung und einen Aufenthalt in einem Hotel. Dort begegnet er einem sch\u00f6nen M\u00e4dchen, mit dem zusammen er sehr viel Geld ausgibt. Was passiert am n\u00e4chsten Morgen?<\/h3>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Joseph Roth:<\/span> Am n\u00e4chsten Morgen, es war Sonntag, erwachte Andreas in dem Bewusstsein seiner Pflicht, dass er das Geld zur\u00fcckzahlen m\u00fcsse. \u201eIch muss eine Schuld bezahlen\u201d, sagte Andreas. \u201eWie? Heute am Sonntag?\u201d &#8211; fragte das sch\u00f6ne M\u00e4dchen. \u201eJa, heute am Sonntag\u201d &#8211; erwiderte Andreas. \u201eIst es eine Frau oder ein Mann, dem du Geld schuldig bist?\u201d \u201eEine Frau\u201d &#8211; sagte Andreas z\u00f6gernd. \u201eWie hei\u00dft sie?\u201d \u201eTherese?\u201d Daraufhin sprang das sch\u00f6ne M\u00e4dchen aus dem Bett, ballte die F\u00e4uste und schlug sie auch beide Andreas ins Gesicht. Und daraufhin floh er aus dem Zimmer, und er verlie\u00df das Hotel.<\/h3>\n<p><i>Ibid<\/i>, S.161<\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Noch dazu muss er, als er in seine Brieftasche schaut, feststellen, dass das sch\u00f6ne M\u00e4dchen ihn bestohlen hat, denn von dem vielen Geld sind nur noch 250 Francs vorhanden. Doch will er endlich zu der heiligen Therese gehen. Da er noch Zeit hat, stattet er einem Bistro in der N\u00e4he der Kapelle einen Besuch ab. Nachdem die Glocken zu l\u00e4uten beginnen, will er zur Messe gehen. Doch er trifft auf Woitech, mit dem zusammen er in demselben Bergwerk gearbeitet hat. Woitech, der bemerkt, dass Andreas Geld hat, h\u00e4lt diesen davon ab, seine Schulden bei der Heiligen zu bezahlen. Stattdessen geben die beiden drei Tage lang viel von dem Geld f\u00fcrs Trinken und in einem Freudenhaus aus. Wie erscheint Andreas daraufhin sein Leben?\u201d<\/h3>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Joseph Roth:<\/span> Es schien ihm, dass sein Freund verlorengegangen war im Regen, genauso, wie er ihn zuf\u00e4llig getroffen hatte, und da er kein Geld mehr in der Tasche besa\u00df, ausgenommen f\u00fcnfunddrei\u00dfig Francs, und er verw\u00f6hnt vom Schicksal, wie er sich glaubte, und der Wunder sicher, die ihm gewiss noch geschehen w\u00fcrden, beschloss er, wie alle Armen und des Trunkes Gewohnten es tun, sich wieder dem Gott anzuvertrauen, dem einzigen, an den er glaubte. Also ging er zur Seine und die gewohnte Treppe hinunter, die zu der Heimatst\u00e4tte der Obdachlosen f\u00fchrt.<\/h3>\n<p><i>Ibid<\/i>, S.162<\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Beim Hinabsteigen der Treppe begegnet Andreas wieder dem gut gekleideten Mann, der ihm die 200 Francs geschenkt hat, die Andreas der heiligen Therese zur\u00fcckzahlen will. Doch will der Mann sich nicht zu erkennen geben. Aber Andreas erh\u00e4lt noch einmal 200 Francs von ihm. Doch hat er bis Sonntag noch Zeit und so geht er in ein Restaurant, in dem auch Obdachlose essen, trinken und schlafen k\u00f6nnen. Dort muss Andreas dem Wirt seine angeh\u00e4uften Schulden bezahlen und danach hat er nicht mehr genug Geld f\u00fcr die Heilige. Aber wieder geschieht etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches. Ein Polizist h\u00e4lt ihn an und gibt ihm eine Brieftasche, weil er meint, dass Andreas sie verloren hat. Danach st\u00f6\u00dft Andreas auf Woitech und die beiden kehren in einer Kneipe ein. Dort schaut Andreas in die Brieftasche, in der er zwischen allerlei Papieren auch 200 Francs findet, die er sofort zu der heiligen Therese bringen will. Aber Woitech h\u00e4lt ihn davon ab und sagt, dass die Messe noch nicht zu Ende ist und die beiden sich etwas zu trinken bestellen sollen. Was ereignet sich nun?<\/h3>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Joseph Roth:<\/span> In diesem Augenblick tat sich die T\u00fcr auf, und w\u00e4hrend Andreas ein unheimliches Herzweh versp\u00fcrte und eine gro\u00dfe Schw\u00e4che im Kopf, sah er, dass ein junges M\u00e4dchen hereinkam. Andreas fragte: \u201eWie hei\u00dfen Sie?\u201d \u201eTherese\u201d &#8211; sagte sie. \u201eAh\u201d, rief Andreas darauf, \u201edas ist reizend! Ich habe nicht gedacht, dass eine so gro\u00dfe, eine so kleine Heilige mir die Ehre erweist, mich aufzusuchen.\u201d \u201eIch verstehe nicht, was Sie reden\u201d &#8211; sagte das kleine Fr\u00e4ulein ziemlich verwirrt. \u201eDas ist nur Ihre Feinheit\u201d, erwiderte hier Andreas. Aber ich wei\u00df sie zu sch\u00e4tzen. Ich bin Ihnen seit langem zweihundert Francs schuldig, und ich bin nicht mehr dazu gekommen, sie Ihnen zur\u00fcckzugeben, heiliges Fr\u00e4ulein!\u201d \u201eSie sind mir kein Geld schuldig, aber ich habe welches im T\u00e4schchen.\u201d Und somit gab sie ihm einen Hundert-Francs-Schein.<\/h3>\n<p><i>Ibid.<\/i>, S.164<\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Woitech sieht dies und geht auf Andreas zu, um ihn zur Theke zu bringen. Aber hierzu kommt es nicht mehr, denn Andreas f\u00e4llt pl\u00f6tzlich um und wird in die Sakristei der Kapelle gebracht, wohin ihm auch das M\u00e4dchen Therese, dessen Eltern gerade die heilige Messe besuchen, folgt. Was geschieht in der Sakristei?\u201d<\/h><\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Joseph Roth:<\/span> Man bringt also unsern armen Andreas in die Sakristei, und er kann leider nichts mehr reden, er macht nur eine Bewegung, als wollte er in die linke innere Rocktasche greifen, wo das Geld, das er der kleinen Gl\u00e4ubigerin schuldig ist, liegt, und er sagt: \u201eFr\u00e4ulein Therese!\u201d &#8211; und tut seinen letzten Seufzer und stirbt.<\/h3>\n<p><i>Ibid.<\/i>, S.165<\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Welchen Wunsch sprechen Sie am Ende Ihrer Novelle aus?\u201d<\/h3>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Joseph Roth:<\/span> Gebe Gott uns allen, uns Trinkern, einen so leichten und so sch\u00f6nen Tod!<\/h3>\n<p><i>Ibid.<\/i>, S.165<\/p>\n<h3><span style=\"color:#3366ff;\">Orelie:<\/span> Herr Joseph Roth, ich danke Ihnen f\u00fcr dieses Gespr\u00e4ch<\/h3>\n<div class='watch-action'><div class='watch-position align-right'><div class='action-like'><a class='lbg-style1 like-2767 jlk' href='javascript:void(0)' data-task='like' data-post_id='2767' data-nonce='450083a86b' rel='nofollow'><img class='wti-pixel' src='https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/plugins\/wti-like-post\/images\/pixel.gif' title='Interessant' \/><span class='lc-2767 lc'>0<\/span><\/a><\/div><\/div> <div class='status-2767 status align-right'><\/div><\/div><div class='wti-clear'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Orelie: Guten Tag, Herr Joseph Roth. 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