{"id":207,"date":"2013-10-22T14:12:29","date_gmt":"2013-10-22T13:12:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.einjahrzitate.de\/?p=207"},"modified":"2024-11-02T16:44:32","modified_gmt":"2024-11-02T15:44:32","slug":"interview-arendt-eichmann-in-jerusalem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/?p=207","title":{"rendered":"Interview: Hannah Arendt &#8211; Eichmann in Jerusalem"},"content":{"rendered":"<h3><a href=\"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1020050.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-216\" src=\"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1020050.jpg\" alt=\"P1020050\" width=\"800\" height=\"100\" srcset=\"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1020050.jpg 800w, https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1020050-300x37.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Guten Tag, Frau Hannah Arendt. Ich hei\u00dfe Sie herzlich willkommen zu diesem Gespr\u00e4ch. Sie nahmen 1961 als Berichterstatterin f\u00fcr die Zeitschrift <i>The New Yorker<\/i> an dem in Jerusalem stattfindenden Prozess gegen Adolf Eichmann teil. Sie pl\u00e4dierten f\u00fcr das Todesurteil und seine Vollstreckung, weil der SS-Obersturmbannf\u00fchrer Adolf Eichmann millionenfachen Mord am j\u00fcdischen Volk zu verantworten hatte. Aus Ihren Aufzeichnungen w\u00e4hrend der Verhandlungen entstand Ihr Buch <i>Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalit\u00e4t des B\u00f6sen<\/i>, woraufhin der Vorwurf gegen Sie erhoben wurde, dass es unannehmbar sei, die von Eichmann begangenen Verbrechen als \u00ab\u00a0banal\u00a0\u00bb zu bezeichnen.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt:<\/span> Es handelt sich darum, dass das B\u00f6se ein Oberfl\u00e4chenph\u00e4nomen ist und nicht darum, dass es \u00ab\u00a0banalisiert\u00a0\u00bb wird oder verharmlost. Das Gegenteil ist der Fall. Entscheidend ist, dass vollkommen durchschnittliche Leute, die von Natur weder b\u00f6se noch gut waren, ein so ungeheuerliches Unheil anrichten konnten.<\/h3>\n<p>Hannah Arendt, <i>Wahrheit gibt es nur zu Zweien, Briefe an die Freunde<\/i>, Piper Verlag, M\u00fcnchen 2013, S.291<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> So ist nicht das von Eichmann begangene B\u00f6se banal, sondern die Tatsache, dass er das B\u00f6se tat, ohne dar\u00fcber nachzudenken.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt:<\/span> Eichmann hat prinzipiell ganz gut gewusst, worum es ging, und in seinem Schlusswort vor Gericht von der \u00ab\u00a0staatlicherseits vorgeschriebenen Umwertung der Werte\u00a0\u00bb gesprochen; er war nicht dumm. Es war gewisserma\u00dfen schiere Gedankenlosigkeit &#8211; etwas, was mit Dummheit keineswegs identisch ist -, die ihn daf\u00fcr pr\u00e4disponierte , zu einem der gr\u00f6\u00dften Verbrecher jener Zeit zu werden. Und wenn dies \u00ab\u00a0banal\u00a0\u00bb ist und sogar komisch, wenn man ihm n\u00e4mlich beim besten Willen keine teuflisch-d\u00e4monische Tiefe abgewinnen kann, so ist es darum doch noch lange nicht allt\u00e4glich.<\/h3>\n<p>Hannah Arendt, <i>Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalit\u00e4t des B\u00f6sen <\/i>, Piper Verlag, M\u00fcnchen Z\u00fcrich, M\u00e4rz 2013, S.57<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Aber das Gericht in Jerusalem sah in ihm einen L\u00fcgner.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt:<\/span> Die Richter hatten zwar recht, als sie dem Angeklagten bei der Urteilsverk\u00fcndung sagten, alles, was er vorgebracht habe sei \u00ab\u00a0leeres Gerede\u00a0\u00bb gewesen, aber sie glaubten &#8211; zu Unrecht -, dass diese Leere vorget\u00e4uscht war und dass der Angeklagte dahinter Gedanken zu verbergen w\u00fcnschte, die zwar abscheulich, aber nicht leer waren. Dagegen spricht schon die verbl\u00fcffende Konsequenz, mit der Eichmann trotz seines eher schlechten Ged\u00e4chtnisses Wort f\u00fcr Wort die gleichen Phrasen und selbsterfundenen Klischees wiederholte, wann immer die Rede auf Dinge oder Ereignisse kam, die ihm wichtig waren. Was er sagte, war stets das gleiche, und er sagte es stets mit den gleichen Worten. Je l\u00e4nger man ihm zuh\u00f6rte, desto klarer wurde einem, dass diese Unf\u00e4higkeit, sich auszudr\u00fccken, aufs engste mit einer Unf\u00e4higkeit zu  <i>denken<\/i> verkn\u00fcpft war. Das hei\u00dft hier, er war nicht imstande, vom Gesichtspunkt eines anderen Menschen aus sich irgend etwas vorzustellen.<\/h3>\n<p><i>Eichmann in Jerusalem<\/i>, S.125-126<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Die von Eichmann gebrauchten Schlagworte, Klischees und Phrasen klangen nach Auswendiggelerntem. Seine starke Unpers\u00f6nlichkeit ging mit einem blinden Gehorsam gegen\u00fcber seinen Vorgesetzten einher.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt:<\/span> Ja, es war noch nicht einmal ein Fall von wahnwitzigem Judenha\u00df, von fanatischem Antisemitismus oder von besonderer ideologischer Verhetzung. Was die niedrigen Motive betraf, so war er sich ganz sicher, dass er nicht \u201eseinem inneren Schweinehund\u201d gefolgt war; und er besann sich ganz genau darauf, dass ihm nur eins ein schlechtes Gewissen bereitet h\u00e4tte: wenn er den Befehlen nicht nachgekommen w\u00e4re und Millionen von M\u00e4nnern, Frauen und Kindern nicht mit unerm\u00fcdlichem Eifer und peinlichster Sorgfalt in den Tod transportiert h\u00e4tte. Mit diesen Versicherungen sich abzufinden war nicht ganz einfach.<\/h3>\n<p><i>Eichmann in Jerusalem<\/i>, S.99,98<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Der Staatsanwalt wollte allerdings beweisen, dass Eichmann aus niedrigsten Beweggr\u00fcnden seine Verbrechen begangen hatte.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt:<\/span> Trotz der Bem\u00fchungen des Staatsanwalts konnte jeder sehen, dass dieser Mann kein \u00ab\u00a0Ungeheuer\u00a0\u00bb war, aber es war in der Tat sehr schwierig, sich des Verdachts zu erwehren, dass man es mit einem Hanswurst zu tun hatte. Und da dieser Verdacht das ganze Unternehmen ad absurdum gef\u00fchrt h\u00e4tte und auch schwer auszuhalten war angesichts der Leiden, die Eichmann und seinesgleichen Millionen von Menschen zugef\u00fchrt hatten, sind selbst seine tollsten Clownerien kaum zur Kenntnis genommen und fast niemals berichtet worden.<\/h3>\n<p><i>Eichmann in Jerusalem<\/i>, S.132<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> K\u00f6nnen Sie ein konkretes Beispiel nennen, das Sie w\u00e4hrend des Prozesses miterlebt haben?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt:<\/span> Was sollte man mit einem Mann anfangen, der erst mit gro\u00dfem Pathos erkl\u00e4rte, dass er eines immerhin im Leben gelernt h\u00e4tte, n\u00e4mlich dass man niemals einen Eid schw\u00f6ren d\u00fcrfe, und der dann, nachdem man ihm ausdr\u00fccklich gesagt hatte, dass er als Zeuge in eigener Sache \u00ab\u00a0unter Eid oder ohne Vereidigung\u00a0\u00bb aussagen d\u00fcrfe, ohne Umschweife erkl\u00e4rte, er wolle lieber unter Eid aussagen?<\/h3>\n<p><i>Eichmann in Jerusalem<\/i>, S.132-133<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span>\u00a0Auch war Eichmann, was die Befehle seiner Vorgesetzten und den F\u00fchrerbefehl betrafen, in seinem Handeln niemals unentschlossen gewesen. Er beteuerte immer wieder, dass er nur Befehle ausf\u00fchrte.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt<\/span>: Eichmann hatte hartn\u00e4ckig daran festgehalten, bei der Begehung der Verbrechen, deren er angeklagt war, nur \u201eBeihilfe und Vorschub\u201d geleistet, aber selbst nicht gemordet zu haben. Was das Urteil \u00fcber diesen Punkt zu sagen hatte, war mehr als korrekt, es war die Wahrheit.<\/h3>\n<p><i>Eichmann in Jerusalem<\/i>, S.363<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Die Anklage berief sich hierbei auf den Paragraphen 23 des israelischen Strafkodex. K\u00f6nnen Sie die f\u00fcr Sie entscheidenden S\u00e4tze der Anklage zitieren?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt:<\/span> Falls wir seine Handlungen in der Sprache des Paragraphen 23 unseres Strafkodex kennzeichnen wollen, so waren alle in ihrem Wesen Anstiftungshandlungen, Erteilung von Ratschl\u00e4gen und Anweisungen an andere wie auch Hilfeleistungen an andere oder Erm\u00f6glichung der Handlungen anderer. Aber in diesem gigantischen und weitverzweigten Verbrechen, an dem viele Personen in verschiedenen Befehlsstufen und in verschiedenen T\u00e4tigkeitsausma\u00dfen teilgenommen haben, ist es nicht zweckm\u00e4\u00dfig, die \u00fcblichen Begriffe des Anstifters und Gehilfen in Anwendung zu bringen. Die gegenst\u00e4ndlichen Verbrechen sind ja Massenverbrechen, nicht nur, was die Zahl der Opfer anlangt, sondern auch in bezug auf die Anzahl der Mitt\u00e4ter, so dass die N\u00e4he oder Entfernung des einen oder des anderen dieser vielen Verbrecher zu dem Manne, der das Opfer tats\u00e4chlich t\u00f6tet, \u00fcberhaupt keinen Einfluss auf den Umfang der Verantwortlichkeit haben kann. Das Verantwortlichkeitsausma\u00df w\u00e4chst vielmehr im allgemeinen, je mehr man sich von demjenigen entfernt, der die Mordwaffe mit seinen H\u00e4nden in Bewegung setzt.<\/h3>\n<p><i>Eichmann in Jerusalem<\/i>, S.363-364<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Der Religionsphilosoph Martin Buber sah in dem Todesurteil gegen Eichmann einen Fehler, dem Sie jedoch nicht zustimmen.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt:<\/span> Martin Buber nannte die Hinrichtung einen \u201eFehler geschichtlichen Ausma\u00dfes\u201d, da sie \u201edazu f\u00fchren k\u00f6nne, dass viele junge Menschen in Deutschland, die sich schuldig f\u00fchlen, ihre Schuld nun als ges\u00fchnt betrachten.\u201d Es gibt nur sehr wenige Menschen, die imstande sind, wirklich begangenes Unrecht einzusehen &#8211; von Reue und Scham ganz zu schweigen. Das ist nicht so einfach. Von allen Seiten und in allen Bereichen ist die deutsche Jugend heute mit M\u00e4nnern konfrontiert, die in Amt und W\u00fcrden, in ma\u00dfgeblichen Positionen und \u00f6ffentlichen Stellungen das Gesicht des Landes bestimmen und in der Tat sich einiges haben zuschulden kommen lassen, ohne sich offenbar schuldig zu <i>f\u00fchlen<\/i>.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Deswegen best\u00fcrzte es Sie, dass Willy Brandt nach dem Krieg, aufgrund seiner Emigration in der Zeit des Nationalsozialismus, von bundesdeutschen Politikern immer wieder diffamiert wurde.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt:<\/span> Was Eichmanns Entstellungen der Realit\u00e4t so grauenhaft macht, sind die grauenhaften Dinge, um die es sich handelte &#8211; im Prinzip unterscheiden sie sich aber nur unwesentlich von Auffassungen, die man im Nach-Hitler-Deutschland h\u00f6ren kann. Man braucht sich z. B. nur daran zu erinnern, dass 1961, im Jahr der Bundestagswahlen, der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strau\u00df einen &#8211; allem Anschein nach recht erfolgreichen &#8211; Angriff gegen Willy Brandt, der in der Hitlerzeit nach Norwegen emigriert war, in Form folgender rhetorischer Frage lancierte: \u201eWas haben Sie zw\u00f6lf Jahre lang drau\u00dfen gemacht? Wir wissen, was wir drinnen gemacht haben.\u201d Soviel ich wei\u00df, hat niemand dem Minister damals entgegengehalten, dass es mittlerweile doch wohl aktenkundig geworden ist, was Deutsche in Deutschland in jenen zw\u00f6lf Jahren getan haben.<\/h3>\n<p><i>Eichmann in Jerusalem<\/i>, S.136-137<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Sie erinnern in Ihrem Buch auch an einen Menschen, der Juden half und deswegen hingerichtet wurde. Sie nennen den Feldwebel Anton Schmid, der in dem Jerusalemer Gerichtssaal von dem Zeugen Abba Kovner, der dem j\u00fcdischen Widerstand angeh\u00f6rte, erw\u00e4hnt wurde. Nachdem die Wehrmacht Litauen besetzt hatte, stellte Anton Schmid gef\u00e4lschte Arbeitsbescheinigungen f\u00fcr Juden aus, ohne daf\u00fcr Geld zu verlangen. Mitgliedern des j\u00fcdischen Widerstands besorgte er falsche Papiere und versorgte sie mit Lastwagen der Wehrmacht. Er wurde von einem Milit\u00e4rgericht zum Tode verurteilt und am 13. April 1942 erschossen.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Hannah Arendt:<\/span> W\u00e4hrend der wenigen Minuten, die Kovner brauchte, um \u00fcber die Hilfe eines deutschen Feldwebels zu erz\u00e4hlen, lag Stille \u00fcber dem Gerichtssaal; es war, als habe die Menge spontan beschlossen, die \u00fcblichen zwei Minuten des Schweigens zu Ehren des Mannes Anton Schmid einzuhalten. Es w\u00e4re von gr\u00f6\u00dftem praktischen Nutzen f\u00fcr Deutschland, nicht nur f\u00fcr sein Prestige im Ausland, sondern f\u00fcr eine Wiedererlangung des inneren Gleichgewichts, wenn es mehr derartige Geschichten zu erz\u00e4hlen g\u00e4be. Denn die Lehre solcher Geschichten ist einfach, ein jeder kann sie verstehen. Sie lautet, politisch gesprochen, dass unter den Bedingungen des Terrors die meisten Leute sich f\u00fcgen, <i>einige aber nicht<\/i>. So wie die Lehre, die man aus den L\u00e4ndern im Umkreis der \u201eEndl\u00f6sung\u201d ziehen kann, lautet, dass es in der Tat in den meisten L\u00e4ndern \u201egeschehen konnte\u201d, aber <i>dass es nicht \u00fcberall geschehen ist<\/i>. Menschlich gesprochen ist mehr nicht vonn\u00f6ten und kann vern\u00fcnftigerweise mehr nicht verlangt werden, damit dieser Planet ein Ort bleibt, wo Menschen wohnen k\u00f6nnen.<\/h3>\n<p><i>Eichmann in Jerusalem<\/i>, S.345,346-347<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Frau Hannah Arendt, ich danke Ihnen f\u00fcr dieses Gespr\u00e4ch.<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<div class='watch-action'><div class='watch-position align-right'><div class='action-like'><a class='lbg-style1 like-207 jlk' href='javascript:void(0)' data-task='like' data-post_id='207' data-nonce='166a765446' rel='nofollow'><img class='wti-pixel' src='https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/plugins\/wti-like-post\/images\/pixel.gif' title='Interessant' \/><span class='lc-207 lc'>+114<\/span><\/a><\/div><\/div> <div class='status-207 status align-right'><\/div><\/div><div class='wti-clear'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Orelie: Guten Tag, Frau Hannah Arendt. 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