{"id":1531,"date":"2016-08-03T10:53:32","date_gmt":"2016-08-03T09:53:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.einjahrzitate.de\/?p=1531"},"modified":"2025-11-26T17:50:42","modified_gmt":"2025-11-26T16:50:42","slug":"interview-steinbeck-die-reise-mit-charley-auf-der-suche-nach-amerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/?p=1531","title":{"rendered":"Interview: John Steinbeck &#8211; Die Reise mit Charley Auf der Suche nach Amerika"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Seagull.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Seagull.jpg\" alt=\"Seagull\" width=\"800\" height=\"100\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1540\" srcset=\"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Seagull.jpg 560w, https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Seagull-300x38.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Guten Tag, Herr John Steinbeck, ich freue mich, dass Sie zu diesem Gespr\u00e4ch gekommen sind. Wir werden \u00fcber Ihre Reise durch die USA, die Sie zusammen mit Ihrem Pudel Charley unternommen haben, sprechen. Es war im Herbst des Jahrs 1960 und Sie waren achtundf\u00fcnfzig Jahre alt, als Sie losfuhren, aber Ihr Reisefieber war schon in sehr jungen Jahren vorhanden. Wie k\u00f6nnen Sie dieses beschreiben?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Vier heisere Pfiffe einer Schiffssirene, und immer noch richten sich meine Nackenhaare auf, und meine F\u00fc\u00dfe setzen sich in Bewegung. Der L\u00e4rm einer D\u00fcsenmaschine, ein warmlaufender Motor, ja nur das Klappern von Pferdehufen auf Stra\u00dfenpflaster, und schon versp\u00fcre ich wieder den alten Schauder, der Mund wird mir trocken und der Blick tr\u00e4umerisch, die Handfl\u00e4chen werden hei\u00df, und der Magen hebt sich bis hoch in den Brustkasten.<\/h3>\n<p>John Steinbeck, <i>Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika<\/i>, Deutscher Taschenbuch Verlag, M\u00fcnchen, 2007, S.7<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Mit Ihrem gut ausgestatteten Campingwagen, den Sie nach Don Quijotes Pferd <i>Rosinante<\/i> nannten und Charley auf dem Beifahrersitz, fuhren Sie von New York los Richtung Connecticut. Es kam Ihnen in den Sinn, dass Sie dann und wann jemanden einladen k\u00f6nnten und deswegen Getr\u00e4nke zum Anbieten br\u00e4uchten. Was haben Sie aus diesem Grund in einem der Landstra\u00dfenl\u00e4den gekauft?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Ich bestellte Bourbon, Scotch, Gin, Wermut, Wodka, einen mittelguten Kognak, sehr alten Apfelschnaps und eine Kiste Bier.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.29 <\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Als Sie in New Hampshire durch die White Mountains fuhren, hatten Sie in der Tat einen Gast, und Sie beide tranken gemeinsam Kaffee mit einem Schuss Apfelschnaps. K\u00f6nnen Sie den Mann beschreiben?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Der Farmer war ein hagerer Mann mit genau dem Gesicht, das wir f\u00fcr ein Yankee-Gesicht halten, und den tonlosen Vokalen, die wir in der Yankee-Aussprache erwarten.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.32<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Bei einem Spaziergang mit Charley sahen Sie das Nordlicht.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Ich habe es nur wenige Male in meinem Leben gesehen. Es hing da und wallte in majest\u00e4tischen Falten wie ein unendlicher Vorhang eines unendlichen Theaters. In Rosa- und Lavendel- und Purpurfarben bewegte es sich pulsierend am Nachthimmel, und die frostklaren Sterne schienen hindurch.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.54 <\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Eine Freundin hatte Ihnen geraten, auf alle F\u00e4lle nach Deer Isle zu fahren, was Sie auch taten. Welche Erinnerung haben Sie an diese Insel?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Es gibt dort etwas, das Worten keine T\u00fcr \u00f6ffnet. Aber es bleibt im Ged\u00e4chtnis haften, wenn man die Insel verlassen hat, und sogar Dinge, von denen man gar nicht wusste, dass man sie gesehen hatte, kommen einem hinterher in den Sinn. An eines erinnere ich mich ganz deutlich. Es mag durch die Jahreszeit und ihr besonderes Licht verursacht worden sein, durch die herbstliche Klarheit. Alles hob sich trennscharf von allem anderen ab, ein Felsblock, ein von der See poliertes Treibholz am Strand, eine Dachlinie. Jede Kiefer stand selbstbewusst f\u00fcr sich, auch wenn sie Teil eines Waldes war.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.60 <\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> In Neuengland nahmen Sie keine Hochgeschwindigkeitsstra\u00dfen. Aber um Ohio und Michigan zu durchqueren und bis nach Wisconsin zu kommen, fuhren Sie auf einer Highway. Welche war es und wie verlief die Fahrt?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> So suchte ich mir die U.S.90 heraus, einen breit in die Landschaft gefr\u00e4sten Super-Highway, den vielspurigen Transporteur der G\u00fcter der Nation. Rosinante preschte dahin. Die Mindestgeschwindigkeit auf dieser Stra\u00dfe war h\u00f6her als jede, die ich bisher gefahren war. Befehle schrien mich vom Stra\u00dfenrand an: \u201eNicht anhalten! Weiterfahren! Geschwindigkeit halten!\u201d Lastz\u00fcge, lang wie Frachtschiffe, \u00fcberholten mich donnernd mit einem Fahrtwind, der mich wie ein Faustschlag traf. Diese gro\u00dfen Stra\u00dfen sind wunderbar f\u00fcr den G\u00fctertransport, aber ganz ungeeignet zur Betrachtung der Landschaft. Man klebt am Lenkrad, die Augen auf das Fahrzeug vor einem gerichtet und auf den R\u00fcckspiegel wegen des nachfolgenden und auf den Seitenspiegel wegen des \u00fcberholenden, und zugleich muss man alle Schilder lesen, um nur ja keine An- oder Unterweisung zu \u00fcbersehen. Hier gibt es keine St\u00e4nde am Stra\u00dfenrand, die frischgepresste Fruchts\u00e4fte anbieten, keine Antiquit\u00e4tenl\u00e4den, keine <i>farm products<\/i> oder <i>factory outlets<\/i>. In bestimmten Abst\u00e4nden gibt es Rast- und Erholungsst\u00e4tten, wo man kalte und warme Speisen, Benzin und \u00d6l, Postkarten und so weiter bekommt, wo es Picknicktische und Abfalleimer gibt, alle sauber und frisch gestrichen, auch Toiletten und Waschr\u00e4ume, in denen die Luft so mit Deodorants und Reinigungsmitteln geschw\u00e4ngert ist, dass man eine Weile braucht, bis man seinen Geruchssinn wiederhat.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.98-99<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Und wie f\u00fchlten Sie sich in Wisconsin?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Noch nie hatte ich eine so abwechslungsreiche Landschaft gesehen, und da ich sie nicht erwartet hatte, entz\u00fcckte mich jedes neue Detail. Ich wei\u00df nicht, wie es in anderen Jahreszeiten dort ist, der Sommer mag stickig und dr\u00fcckend hei\u00df sein, der Winter klirrend vor K\u00e4lte, aber als ich Wisconsin zum ersten und einzigen Mal im fr\u00fchen Oktober sah, war die Luft erf\u00fcllt von butterfarbenem Sonnenlicht, nicht dunstig, sondern so frisch und klar, dass jeder frostlustige Baum sich deutlich von den anderen abhob und die H\u00fcgel nicht ineinander verschwommen, sondern jeder f\u00fcr sich dastanden. Ich wei\u00df nicht, ob es in Wisconsin ein K\u00e4seprobierfest gibt, aber ich als K\u00e4seliebhaber meine, das sollte es. \u00dcberall gab es K\u00e4se, K\u00e4secenter, K\u00e4segenossenschaften, K\u00e4sel\u00e4den und K\u00e4sest\u00e4nde, vielleicht sogar K\u00e4seeis. Wisconsin ist voller \u00dcberraschungen. Ich hatte schon von den Wisconsin Dells geh\u00f6rt, aber ich war nicht auf diese bizarre, von der Eiszeit modellierte Landschaft gefasst, eine eigenartige, dunkel leuchtende Landschaft aus Wasser und ausgewaschenen Felsen, schwarz und gr\u00fcn. Wer hier pl\u00f6tzlich aufwachen w\u00fcrde, k\u00f6nnte glauben, er tr\u00e4ume von einem anderen Planeten, denn die Gegend hat etwas Unirdisches oder erinnert zumindest an eine Zeit, als die Welt noch viel j\u00fcnger und ganz anders als heute war. An den Ufern der traumhaften Wasserwege klebte der M\u00fcll unserer Zeit, die Motels, die W\u00fcrstchenbuden, die St\u00e4nde, an denen der billige Kitsch und Flitter verkauft wird, den die Sommertouristen so lieben, aber diese Schorfbildungen waren geschlossen und winterdicht zugenagelt, und selbst wenn sie offen gewesen w\u00e4ren, glaube ich kaum, dass sie den Zauber der Wisconsin Dells h\u00e4tten vertreiben k\u00f6nnen.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.135-137<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Danach ging leider alles drunter und dr\u00fcber, weil Sie sich in Minnesota verirrten.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Ich wollte auf dem U. S. 10 nach St. Paul hinein und dann elegant \u00fcber den Mississippi. Da der Mississippi hier eine S-Kurve macht, w\u00fcrde ich ihn dreimal \u00fcberqueren k\u00f6nnen. Ich muss den Mississippi \u00fcberquert haben, aber ohne ihn zu sehen. Ich habe ihn kein einziges Mal gesehen. Ich habe auch weder St. Paul noch Minneapolis gesehen. Alles, was ich sah, war ein Strom von Lastwagen, alles, was ich h\u00f6rte, war ein Gebr\u00fcll von Motoren. Die mit Dieselabgasen geschw\u00e4ngerte Luft brannte mir in den Lungen. Charley bekam einen Hustenanfall, und ich konnte mir nicht die Zeit nehmen, ihm auf den R\u00fccken zu klopfen. Irgendwann in diesen Tollhausstunden muss ich noch einmal \u00fcber den Fluss gefahren sein, denn ich fand mich wieder auf der U. S. 10 und fuhr nach Norden am Ostufer des Mississippi.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.138-140<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Schlie\u00dflich erreichten Sie Bismarck, die am Missouri liegende Hauptstadt North Dakotas und was stellten Sie fest?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Hier ist die Grenze zwischen Ost und West. Auf der Bismarck-Seite ist \u00f6stliche Landschaft, \u00f6stliches Gras, mit dem Aussehen und Geruch der Oststaaten. Jenseits des Missouri, auf der Mandan-Seite, ist purer Westen, mit braunem Gras und tief eingeschnittenen Wasserl\u00e4ufen und freiliegenden Gesteinsschichten.<br \/>\n<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.164-165<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Einmal verliebten Sie sich, k\u00f6nnen Sie davon berichten?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Ich bin in Montana verliebt. F\u00fcr andere Staaten empfinde ich Bewunderung, Respekt, Anerkennung, sogar eine gewisse Zuneigung, aber bei Montana ist es Liebe, und Liebe ist schwer zu erkl\u00e4ren, wenn man verliebt ist. Mir scheint, Montana ist ein gro\u00dfes St\u00fcck Pracht und Herrlichkeit. Die Dimensionen sind riesig, aber nicht \u00fcberw\u00e4ltigend. Das Land strotzt von Gras und Farben, und die Berge sind von der Art, wie ich sie erschaffen w\u00fcrde, wenn Berge jemals auf meiner Agenda st\u00fcnden. Mir schien, dass es die hektische Gesch\u00e4ftigkeit Amerikas in Montana nicht gab. Es war Jagdsaison, als ich durch den Staat fuhr, aber die M\u00e4nner mit denen ich sprach, wirkten nicht wie Leute, die zu einem j\u00e4hrlichen Gro\u00dfgemetzel ausgezogen sind, sondern sich einfach nur etwas Essbares schie\u00dfen wollen. Meine Sicht mag von Liebe verblendet sein, aber mir kamen auch die St\u00e4dte eher wie Orte zum Darinleben als wie nerv\u00f6se Bienenst\u00f6cke vor. Die Leute hatten Zeit, in ihren Besch\u00e4ftigungen innezuhalten, um die schwindende Kunst der Nachbarschaftlichkeit zu pflegen.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.169-170<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Einige Zeit sp\u00e4ter erreichten Sie die Gro\u00dfe Wasserscheide, die den Rocky Mountains folgt. Was waren Ihre Eindr\u00fccke?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Die Rocky Mountains sind zu gro\u00df, zu lang und zu wichtig, um eindrucksvoll sein zu m\u00fcssen. In Montana steigen sie allm\u00e4hlich an, und w\u00e4re nicht ein gemalter Strich auf der Stra\u00dfe gewesen, h\u00e4tte ich nie erfahren, wann ich die Wasserscheide \u00fcberquerte. Ich sah den Strich erst, als ich dar\u00fcberfuhr, aber ich stoppte und fuhr zur\u00fcck, stieg aus und stellte mich breitbeinig dar\u00fcber. Und es war eigenartig zu denken, als ich da stand und nach S\u00fcden blickte, dass der Regen, der auf mein rechtes Bein fiel, in den Pazifik flie\u00dfen musste, w\u00e4hrend der auf meinem linken Bein nach unz\u00e4hligen Meilen seinen Weg in den Atlantik finden w\u00fcrde.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.177<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Dann \u00fcberquerten Sie die Grenze zu Washington und wie war Ihnen danach zumute?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Ich erinnere mich sehr gut an den \u00fcppigen und lieblichen Osten von Washington und an den pr\u00e4chtigen Columbia River. Erst als ich mich Seattle n\u00e4herte, wurde die unglaubliche Ver\u00e4nderung sichtbar. Die achtspurigen Super-Highways schneiden wie Gletscher durch das unbehagliche Land. Der Verkehr tobte mit m\u00f6rderischer Dichte. In den Au\u00dfenbezirken dieses Ortes, den ich einst gut gekannt hatte, fand ich mich nicht mehr zurecht. Wo fr\u00fcher Landstra\u00dfen zwischen Beerenstr\u00e4uchern gewesen waren, erstreckten sich jetzt hohe Drahtz\u00e4une vor meilenlangen Fabriken, und der gelbe Rauch des Fortschritts hing \u00fcber allem, ungeachtet der Anstrengungen des Seewinds, ihn zu vertreiben. Am n\u00e4chsten Tag ging ich in den alten Teil von Seattle, wo die Fische und Krabben und Garnelen sch\u00f6n auf wei\u00dfen Betten aus gehacktem Eis lagen und die gewaschenen und gl\u00e4nzenden Gem\u00fcse zu Stilleben arrangiert waren. Ich trank Muschelsaft und a\u00df die scharfen Krabbencocktails an den Verkaufsst\u00e4nden am Wasser. Dieser Teil war nicht sehr ver\u00e4ndert &#8211; nur ein bisschen verwahrloster und schmutziger als vor zwanzig Jahren.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.192-193<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Daraufhin  kamen Sie in Ihre Heimat, nach Kalifornien. Es ist bekannt, dass Sie in Salinas geboren sind, aber Monterey ist Ihnen genauso ans Herz gewachsen. Vor allem r\u00fchmen Sie die Mammut- oder Redwoodb\u00e4ume, heutzutage eher als Sequoias bekannt. Was k\u00f6nnen Sie \u00fcber diese B\u00e4ume sagen?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Niemand hat einen Mammutbaum jemals \u00fcberzeugend gemalt oder fotografiert. Das Gef\u00fchl, das sie hervorrufen, ist nicht \u00fcbertragbar. Sie gebieten Stille und heilige Scheu. Es ist nicht nur ihre unglaubliche Statur, auch nicht ihre Farbe, die zu schillern und sich vor unseren Augen zu ver\u00e4ndern scheint, nein, sie gleichen keinem anderen Baum, den wir kennen, sie sind Botschafter aus einer anderen Zeit. Sie teilen das Mysterium der Farne, die vor einer Million Jahren in der Kohle des Karbonzeitalters verschwanden. Sie haben ihr eigenes Licht und ihren eigenen Schatten. Ich habe diese gro\u00dfen Wesen seit meiner fr\u00fchesten Kindheit gekannt, habe unter ihnen gelebt, an ihren warmen Riesenleibern kampiert und geschlafen, und keine noch so nahe Ber\u00fchrung hat jemals meine Ehrfurcht gemindert.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.200-201<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Und wie verliefen die Begegnungen mit alten Freunden? <\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Der Ort meiner Jugend hatte sich ver\u00e4ndert, und da ich fortgegangen war, hatte ich die Ver\u00e4nderung nicht mitgemacht. In meiner Erinnerung war er noch so wie fr\u00fcher, und sein jetziges Erscheinungsbild verwirrte und \u00e4rgerte mich. Indem ich nun wiederkehrte als einer, der f\u00fcr meinen Freund ebenso ver\u00e4ndert war wie meine Stadt f\u00fcr mich, verzerrte ich sein Bild und verwirrte seine Erinnerung. Durch meinen Fortgang war ich hier gleichsam gestorben und damit fixiert und unver\u00e4nderlich. Meine R\u00fcckkehr verursachte nichts als Verwirrung und Unbehagen. Nat\u00fcrlich konnten sie es mir nicht sagen, aber meine alten Freunde w\u00fcnschten, ich w\u00e4re fort, damit ich wieder meinen Platz in ihrem Erinnerungsbild einnehmen konnte &#8211; und ich wollte aus dem gleichen Grunde fort.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.217-218<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Das taten Sie auch, und obwohl Sie weiter mit Rosinante \u00fcber die Highways brausten, hatten Sie ihren Elan verloren und ihre Begeisterung hatte nachgelassen. K\u00f6nnen Sie das beschreiben?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Jenseits des Colorado River standen die dunklen gezackten Felsenmauern von Arizona vor dem Himmel, und dahinter erhob sich die m\u00e4chtige schiefe Ebene, die zum R\u00fcckgrat des Kontinents ansteigt. Ich kam nach New Mexico, preschte an Gallup vorbei in die Nacht und kampierte auf der kontinentalen Wasserscheide &#8211; sie ist hier viel spektakul\u00e4rer als im Norden. Ich fuhr in einen windgesch\u00fctzten kleinen Canyon und parkte vor einem Berg von zerbrochenen Flaschen &#8211; Whisky &#8211; und Ginflaschen, Tausende davon. Ich wei\u00df nicht, warum sie dort lagen. Ich blieb hinter dem Lenkrad sitzen, starrte hinaus und stellte mich dem, was ich vor mir selbst verborgen hatte. Ich hetzte voran, ich fra\u00df die Meilen, weil ich nichts mehr h\u00f6ren und sehen konnte. Ich hatte die Grenze meiner Aufnahmekapazit\u00e4t \u00fcberschritten, ich war wie einer, der weiter Essen in sich hineinstopft, obwohl er l\u00e4ngst satt ist, ich f\u00fchlte mich au\u00dferstande zu assimilieren, was durch meine Augen in mich hineingef\u00fcttert wurde. Jeder H\u00fcgel sah aus wie der eben passierte.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.233-234<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Ihre Frau ist Texanerin und Sie kamen w\u00e4hrend Ihrer Reise auch in diesen Bundesstaat. Was k\u00f6nnen Sie zu ihm sagen?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Texas ist nicht irgendein Staat, Texas ist ein <i>state of mind<\/i>, ein Geisteszustand. Texas ist eine Obsession. Jede meiner Beobachtungen kann sofort durch eine andere Meinung oder Gegenbeobachtung widerlegt werden, aber ich denke, es wird wenig Streit \u00fcber meinen Eindruck geben, dass Texas eine Einheit ist. Trotz seiner enormen r\u00e4umlichen Ausdehnung, trotz all seiner klimatischen und geographischen Unterschiede und trotz all seiner inneren Z\u00e4nkereien, Kontroversen und Rangeleien hat Texas eine Bindekraft, die vielleicht st\u00e4rker ist als in jedem anderen Teil Amerikas. F\u00fcr jeden Texaner, ob reich oder arm, ob im Norden oder an der Golfk\u00fcste, ob in der Stadt oder auf dem Land, ist Texas die Obsession, der Gegenstand seines Eiferns und der leidenschaftlich geh\u00fctete Besitz.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.239-242<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Lassen Sie uns zu einer bedeutsamen Erfahrung w\u00e4hrend Ihrer Reise kommen, die Sie in Louisiana, genauer gesagt: in New Orleans machten. Sie wohnten einem Ereignis bei, das Sie nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tten und das Abscheu und Ekel in Ihnen hervorrief. Die Rassentrennung war in den \u00d6ffentlichen Schulen der S\u00fcdstaaten im Jahr 1954 vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten aufgehoben worden. Es waren also sechs Jahre vergangen, als Sie in New Orleans mit eigenen Augen sahen, dass Polizisten die Einschulung eines kleinen schwarzen M\u00e4dchens m\u00f6glich machen mussten. Mehrere Frauen beschimpften durch Schm\u00e4hrufe die Kinder. K\u00f6nnen Sie das n\u00e4her ausf\u00fchren?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Was die Reporter so wild auf die Geschichte machte, war eine Gruppe von korpulenten Frauen mittleren Alters, die sich, ausgehend von einer eigenartigen Definition des Wortes \u201eMutter\u201d, jeden Tag versammelten, um die Kinder lauthals zu beschimpfen. Eine kleine Anzahl von ihnen hatte sich darin so hervorgetan, dass sie als <i>the Cheerleaders<\/i> bekannt geworden waren, als w\u00e4ren sie die Anf\u00fchrer einer Buhrufertruppe, und jeden Tag versammelte sich eine gro\u00dfe Menge, um ihrer Darbietung zu applaudieren.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.262<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Die Leute warteten auch ungeduldig auf den Wei\u00dfen, der sein Kind zur Einschulung brachte.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Die Menge wartete auf den Wei\u00dfen, der es wagte, sein wei\u00dfes Kind zur Schule zu bringen. Und da kam er auch schon den bewachten Gehweg entlang, ein hochgewachsener Mann in hellgrauem Anzug, sein ver\u00e4ngstigtes Kind an der Hand. Der K\u00f6rper war angespannt wie eine starke, bis zum Bruchpunkt gebogene Blattfeder, das Gesicht ernst und grau und der Blick auf den Boden vor seinen F\u00fc\u00dfen gerichtet. Die Backenmuskeln standen heraus, weil er die Z\u00e4hne zusammenbiss, ein Mann, der sich f\u00fcrchtete, aber seine Furcht durch seinen Willen b\u00e4ndigte, so wie ein sehr guter Reiter ein in Panik geratenes Pferd im Zaume h\u00e4lt.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.270-271<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Und dann h\u00f6rten Sie wieder das grausame schrille Geschrei der Frauen. Welche Worte h\u00f6rten Sie?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Keine Zeitung hatte die Worte gedruckt, die diese Frauen da schrien. Aber jetzt h\u00f6rte ich diese Worte, und sie waren bestialisch, unfl\u00e4tig, absolut widerlich. Niedergeschrieben sind diese Worte schmutzige, sorgf\u00e4ltig ausgesuchte Gemeinheiten. Aber hier gab es noch etwas viel Schlimmeres als Schmutz, n\u00e4mlich eine erschreckende Art von Hexensabbat. Dies war kein spontaner Aufschrei der Wut oder der unbeherrschten Emp\u00f6rung. Hier ging es nicht um ein prinzipielles Gut oder B\u00f6se, nicht um eine Richtung. Diese pausb\u00e4ckigen Frauen mit ihren kleinen H\u00fcten und ihren Zeitungsausschnitten gierten nach Aufmerksamkeit. Sie wollten bewundert werden. Sie strahlten in bl\u00f6de-gl\u00fccklichem, fast unschuldigem Triumph, wenn sie Beifall bekamen. Sie hatten die stupide Grausamkeit von egozentischen Kindern, und das machte ihre gef\u00fchllose Bestialit\u00e4t irgendwie noch sehr viel niederschmetternder. Das waren keine M\u00fctter, nicht einmal Frauen. Das waren verr\u00fcckt gewordene Schauspielerinnen vor einem verr\u00fcckt gewordenen Publikum. Die Menge hinter der Absperrung johlte und gr\u00f6hlte und tobte vor Begeisterung. Die nerv\u00f6s hin und her patrouillierenden Polizisten passten auf, dass die Absperrung nicht durchbrochen wurde. Der graue Mann hatte f\u00fcr einen Moment den Schritt beschleunigt, aber er riss sich zusammen und ging ruhig den Weg zur Schule hinauf. Die Menge verstummte, und die n\u00e4chste Meg\u00e4re kam an die Reihe. Jeder, der einmal mit dem Theater in Ber\u00fchrung gekommen ist, w\u00fcrde erkennen, dass diese Reden nicht spontan waren. Sie waren sorgf\u00e4ltig einstudiert und geprobt. Ich beobachtete die Gesichter der lauschenden Menge, und es waren die Gesichter eines Theaterpublikums. Wenn es Applaus gab, dann f\u00fcr eine gelungene Darbietung. Mir wurde ganz schlecht vor Ekel. Und pl\u00f6tzlich wusste ich, dass an der Szene etwas nicht stimmte, dass sie ein verzerrtes, unperspektivisches Bild abgab. Ich kannte New Orleans, ich hatte dort jahrelang viele Freunde gehabt, liebensw\u00fcrdige und besonnene Leute mit einer Tradition der G\u00fcte und H\u00f6flichkeit. Ich wei\u00df nicht, wo sie waren. Vielleicht f\u00fchlten sie sich ebenso hilflos wie ich, aber sie lie\u00dfen zu, dass New Orleans vor den Augen der Welt falsch dargestellt wurde.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.271-273<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Sie trafen auch einen besonnenen Menschen, der aus St Louis stammte. Sie luden ihn zum Kaffee ein und k\u00f6nnen Sie etwas von dem  Gespr\u00e4ch wiedergeben, das Sie mit ihm f\u00fchrten?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> \u201eReisen Sie zum Vergn\u00fcgen?\u201d \u201eJa, bis heute. Dann habe ich die Cheerleaders gesehen.\u201d \u201eO ja, ich verstehe\u201d, sagte er, und eine lastende D\u00fcsternis legte sich \u00fcber sein Gesicht. \u201eK\u00f6nnen Sie ein Ende absehen?\u201d \u201eOh, gewiss, ein Ende schon. Nur nicht die Mittel, die dahin f\u00fchren. Aber Sie sind aus dem Norden. Das ist nicht Ihr Problem.\u201d \u201eIch glaube, es ist unser aller Problem. Das ist keine blo\u00df lokale Frage. Wollen Sie ein bisschen mit mir dar\u00fcber sprechen?\u201d \u201eDas Bild scheint sich dauernd zu \u00e4ndern, je nachdem wer man ist und wo man gelebt hat und wie man empfindet &#8211; nicht denkt, sondern <i>empfindet<\/i>. Es hat Ihnen nicht gefallen, was Sie gesehen haben?\u201d \u201eH\u00e4tte es Ihnen gefallen?\u201d \u201eVielleicht noch weniger als Ihnen, weil ich alles \u00fcber seine leidvolle Vergangenheit wei\u00df und manches \u00fcber seine stinkende Zukunft &#8211; ein h\u00e4ssliches Wort, Sir, aber es gibt kein anderes.\u201d<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.276-277<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Herr Steinbeck, wollen Sie dem noch etwas hinzuf\u00fcgen?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Ich m\u00f6chte hier eines ganz klar sagen: Ich hatte nicht die Absicht &#8211; und habe es, denke ich, auch nicht getan -, irgendeine Art von repr\u00e4sentativem Querschnitt vorzuf\u00fchren. Ich habe nur erz\u00e4hlt, was einige wenige Leute zu mir gesagt haben und was ich gesehen habe. Ich wei\u00df nicht, ob sie typisch waren oder ob daraus irgendein Schluss gezogen werden kann. Aber ich wei\u00df, dass es ein Land in N\u00f6ten ist und ein Volk, das sich in einer b\u00f6sen Klemme verfangen hat. Und ich wei\u00df, dass die L\u00f6sung, wenn sie je kommt, nicht leicht und nicht einfach sein wird. Und ich glaube, dass das Fragliche nicht das Ende oder Ziel des ganzen Prozesses ist, sondern wie man dieses Ende oder Ziel erreicht. Es sind die Mittel &#8211; die furchtbare Ungewissheit der Mittel.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.288<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Ihre Reise hatte schon lange bevor sie mit Charley losfuhren begonnen, k\u00f6nnen Sie sich daran erinnern, wann sie zu Ende war?<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">John Steinbeck:<\/span> Ich wei\u00df genau, wann und wo sie vorbei war. An einem windigen Nachmittag um vier Uhr in der N\u00e4he von Abingdon im S\u00fcdwestzipfel von Virginia machte sich meine Reise ohne Vorwarnung, ohne Gru\u00df oder Abschiedskuss davon und lie\u00df mich fern der Heimat allein. Die Meilen rollten unbeachtet unter mir ab. Ich wei\u00df, dass es kalt war, aber ich sp\u00fcrte es nicht; ich wei\u00df, dass die Landschaft sch\u00f6n gewesen sein muss, aber ich sah sie nicht. Ich donnerte blind durch Virginia, preschte nach Pennsylvania hinein und jagte Rosinante auf den gro\u00dfen breiten geb\u00fchrenpflichtigen Super-Highway. Es gab keine Nacht, keinen Tag, keine Entfernungen. Ich muss wohl angehalten haben, um zu tanken, um Charley hinauszulassen und zu f\u00fcttern, um selber etwas zu essen und zu telefonieren, aber ich erinnere mich an nichts von alledem.<\/h3>\n<p><i>Die Reise mit Charley<\/i>, S.289-290<\/p>\n<h3><span style=\"color: #3366ff;\">Orelie:<\/span> Herr John Steinbeck, ich danke Ihnen f\u00fcr Ihren ausf\u00fchrlichen Reisebericht.<\/h3>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/wxiMrvDbq3s\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class='watch-action'><div class='watch-position align-right'><div class='action-like'><a class='lbg-style1 like-1531 jlk' href='javascript:void(0)' data-task='like' data-post_id='1531' data-nonce='b5ccdaea7f' rel='nofollow'><img class='wti-pixel' src='https:\/\/www.einjahrzitate.de\/wp-content\/plugins\/wti-like-post\/images\/pixel.gif' title='Interessant' \/><span class='lc-1531 lc'>+3<\/span><\/a><\/div><\/div> <div class='status-1531 status align-right'><\/div><\/div><div class='wti-clear'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Orelie: Guten Tag, Herr John Steinbeck, ich freue mich, dass Sie zu diesem Gespr\u00e4ch gekommen sind. Wir werden \u00fcber Ihre Reise durch die USA, die Sie zusammen mit Ihrem Pudel Charley unternommen haben, sprechen. Es war im Herbst des Jahrs 1960 und Sie waren achtundf\u00fcnfzig Jahre alt, als Sie losfuhren, aber Ihr Reisefieber war schon [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1540,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[38,74],"class_list":["post-1531","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-steinbeck","tag-john-steinbeck","tag-personliches-aus-ihrem-leben"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1531"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1531\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3245,"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1531\/revisions\/3245"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.einjahrzitate.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}